Psychoanalytische Therapie (PT) für Jugendliche und Erwachsene

 

Was ist PT?

Die psychoanalytische Therapie beruht auf der Persönlichkeits- und Krankheitslehre der Psychoanalyse, die ursprünglich von S. Freud geprägt wurde. Das zentrale Konzept ist dabei die Vorstellung, dass unbewusste Konflikte, die ein Mensch im Laufe seines Lebens nicht verarbeiten kann, zu Hindernissen in seiner Entwicklung werden. Sie können dazu beitragen, dass er in späteren Problemsituationen seines Lebens scheitert. Auf diese Weise können unverarbeitete, häufig verdrängte Konflikte, zur Grundlage von seelischen Störungen und körperlichen (psychosomatischen) Krankheiten werden.

 

Welche Formen der PT gibt es?

Die Methode der PT ist das Gespräch.

Ich biete PT in verschiedenen Formen an:

- als analytische Kurzzeittherapien von der Krisenintervention bis zur Fokaltherapie.

- als mittelfristiges Therapieverfahren

- als Langzeitverfahren im Sinne der klassischen Psychoanalyse mit mehreren Sitzungen pro Woche.

- Supervision für Einzelpersonen und Gruppen (Psychoanalytisch-systemisch)

 

Wie arbeitet die PT?

Die psychoanalytische Therapie arbeitet vornehmlich mit dem Prinzip des Verstehens und der Einsicht. Das Arbeitsmittel dabei ist das Gespräch.

Die Basis der Gespräche ist der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung, die Anerkennung der individuellen Eigenart und des Schicksals des Einzelnen.                                                          Die Achtung der individuellen Möglichkeiten und Bewältigungsleistungen, sowie die vorurteilsfreie Offenheit für die jeweiligen Lebensschwierigkeiten, Ängste und Konflikte bilden den Ausgangspunkt der psychoanalytischen Arbeit. Auf dieser Grundlage werden die Problemsituationen der Patienten erkundet, die im Hintergrund ihrer Erkrankungen stehen. Unbewusste Konflikte sollen zunehmend deutlicher und bewusster erlebbar werden. Indem die inneren Widersprüche, die irrationalen Ängste und alte, aus der Lebensgeschichte stammende Verletzungen und Kränkungen besprochen, analysiert und aufgearbeitet werden, wird der Weg frei für neue Einstellungen und Lösungsmöglichkeiten. Dadurch kommt es in der innerpsychischen Welt zu einer Lockerung, die bewirkt, dass auch die Krankheitserscheinungen (Symptome) nachlassen.

 

Was ist das Einzigartige  der PT?

Die PT strebt keine ausschließlich oberflächliche Verhaltensänderung an.

Die Besonderheit der analytischen Therapie beruht auf der Beobachtung, dass verdrängte Konflikte sich in allen gegenwärtigen Beziehungen als Verzerrungen von Wahrnehmungen und Einstellungen äußern können. So kann die Partnerin WIE die (über-)fürsorgliche oder nachlässige Mutter, der Arbeitskollege WIE ein rivalisierender Bruder erlebt und behandelt werden. In der psychoanalytischen Behandlung werden diese Übertragungen genannten Phänomene besonders beachtet und bearbeitet. Auf diese Weise eröffnet sich in den Behandlungen ein Zugang zu Einstellungen, die man als Betroffener zwar bemerkt, vielleicht schon immer registriert hat, aber in ihrer Bedeutung nie verstanden hat. Dies ist die Voraussetzung solche Einstellungen verändern zu können.